zähne putzen mit kleinkindern

Das Zahnputzspiel – stressfrei Zähne putzen mit Kleinkindern

Das Zähneputzen ist bei euch anstrengend? Mit einem Zahnputzspiel kannst du den Druck zwischen kindlichem „Ich will aber nicht“ und elterlichem „Du musst aber“ rauszunehmen. Außerdem fördert dieses Zahnputzspiel ganz nebenbei auch die Sprachentwicklung.

Zutaten: eine Zahnbürste, Zahnpasta, ein müdes Kind

Anleitung:

  • Ich schnappe mir die Zahnbürste.
  • Bevor ich anfange zu putzen, frage ich mein Kind: „Was soll ich zuerst wegputzen?“
  • Mein Kind nennt mir etwas, was es heute gegessen hat. Ich putze ein paar Zähne.
  • Dann frage ich weiter: „Und was hast du heute noch gegessen?“ Mein Kind benennt nach und nach alle Nahrungsmittel, die es heute gegessen hat und wir putzen die Essensreste weg.

Tipps für Kinder, die noch nicht oder wenig sprechen

Beschreibe, was du tust

Wenn dein Kind noch gar nicht spricht, kannst du während des Putzens beschreiben, was du tust: „Jetzt putze ich die Möhrchen weg. Oh, und hier ist noch etwas Marmelade von heute morgen….“.

Stelle Ja/Nein-Fragen

Wenn dein Kind schon auf Ja/Nein-Fragen antworten kann, dann kannst du zwischendurch fragen: „Soll ich jetzt das Käsebrot wegputzen?“, damit es mitentscheiden kann.

Stelle offene Fragen und nutze corrective Feedback

Bei einem Kind, dass schon einige Wörter sprechen kann, kannst du offene Fragen stellen und die Antwort deines Kindes im corrective Feedback aufgreifen, zum Beispiel so:

Ich: „Was soll ich zuerst wegputzen?“

Kind: „Dellabot.“
Ich: „Okay, das Nutellabrot putze ich weg.“

Stelle Alternativfragen

Falls offene Fragen für dein Kind noch zu schwierig sind, kannst du auch zwei Antwortmöglichkeiten vorgeben. Diese Alternativfragen sind etwas einfacher für Kinder als offene Fragen, denn dein Kind kann einen der beiden Begriffe direkt imitieren:

Ich: „Soll ich zuerst das Nutellabrot oder die Gurke wegputzen?“
Kind: „Duate!“
Ich: „Die Gurke soll ich wegputzen, alles klar!“

Falls dein Kind abends gar nicht mehr reden will: Nicht schlimm! Es muss ja nicht jede Situation sprachfördernd sein (finde ich als Logopädin). Denn Sprache und Sprechen sollen vor allem eines: Spaß machen.

Hier findest du weitere Ideen zur spielerischen Sprachförderung:

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